Was ist ein Jedermannkonto

Jedermannkonto

Das Guthabenkonto wird auch Jedermannkonto genannt. Dahinter steckt das Vorhaben, jedem die Führung eines Kontos unabhängig vom Vermögen möglich zu machen. Das Jedermannkonto kann nicht überzogen werden. Der Zentrale Kreditausschuss der Banken (ZKA) rief diese Kontoform 1996 in Leben. Mit dem Guthabenkonto ist nicht das Konto zum Aufladen des Gesprächsguthaben bei Mobiltelefonen zu verwechseln. Mit dem Begriff Guthabenkonto wird außerdem das, was sich eine Person gegenüber anderen „leisten“ kann, bezeichnet. Ist das Guthabenkonto aufgebraucht, begegnet man der Person misstrauisch.

Selbstverpflichtung der Banken

Durch die Selbstverpflichtung zur Kontobereitstellung brauchte der Gesetzgeber nicht selbst aktiv werden. Banken sind jedoch nicht dazu verpflichtet, ein Girokonto zu führen, wenn dies für sie unzumutbar ist. Dann darf die Bank auch ein bestehendes Konto kündigen. Trotz der 1995 von Banken getroffene Vereinbarung, jedem Interessierten zumindest ein Guthabenkonto einzurichten, geschiet dies in tausenden Fällen nicht, wie Verbraucherschützer beklagen. Jemandem kein Konto zu gewähren ist schon ziemlich arg, bedenkt man, dass man ohne ein Konto heutzutage nichts mehr machen kann. Ob Miete, Gehalt, Strom – alles wird über Buchungen geregelt.

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