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Crowdinvesting | Anlegen mal anders

Was ist Crowdinvesting?

Crowdinvesting ist eine Anlageform, die zur Sparte der alternativen Investments gezählt wird, bei der sich viele Personen finanziell an einem größeren Projekt (Unternehmen, Immobilienprojekt, Energieprojekt) beteiligen. Beteiligungen sind meist schon ab einem geringen Geldbetrag (wenige hunderte Euro) möglich, was diese Form von Investments attraktiv für Privatanleger macht. In den meisten Fällen erfolgt die Beteiligung in Form von mezzaninem Kapital bzw. Hybridkapital wie (Nachrang-)Darlehen oder stillen Beteiligungen und wird über eine Crowdinvesting-Plattform abgewickelt. Laufende Projektfortschritte können meist ebenfalls online über die Plattformen eingesehen werden.  Da Crowdinvesting mit gewissen Risiken verbunden ist, sind die Zinsen in der Regel deutlich höher als bei konservativeren Anlageformen (z.B.: Sparbuch, Festgeldanlage).

Wie funktioniert Crowdinvesting?

Beim Crowdinvesting oder der „Schwarmfinanzierung“ investieren viele kleinere Anleger gemeinsam über eine zwischengeschaltete Plattform in ein größeres Projekt, meist in Form eines Nachrangdarlehens bzw. einer anderen Form mezzaniner Finanzierung. Meist wird der Großteil des Projektvolumens über eine Bank finanziert, und der Restbetrag anschließend über die Plattform an Kleinanleger ausgeschrieben (meist zwischen 15 und 40 %). Die Crowdinvesting-Plattform schließt mit den jeweiligen Unternehmen Projektverträge ab und die Kleinanleger müssen den AGB der Crowdinvesting-Plattform zustimmen. Zwischen den Kleinanlegern und den Unternehmen besteht ebenfalls ein Vertrag. Meist ist auch eine Bank involviert, die die Investments treuhänderisch verwaltet.

Der Crowdinvesting-Prozess läuft in der Regel folgendermaßen ab: Zuerst registriert man sich als Kleinanleger bei einer Crowdinvesting-Plattform, danach kann man in unterschiedliche Projekte investieren. Je nach Projektlaufzeit ist das Kapital unterschiedlich lange gebunden. Nach Abschluss des Projektes wird das investierte Kapital zurückgezahlt. Zinsen werden je nach Anbieter entweder endfällig oder unterjährig ausgeschüttet.

Warum liegt Crowdinvesting aktuell im Trend?

Aufgrund des aktuell herrschenden niedrigen allgemeinen Zinsniveaus suchen viele Anleger alternative Möglichkeiten, um ihr Geld zu veranlagen. Crowdinvesting ist meist schon ab geringen Investments möglich (z.B.: dagobertinvest: ab € 250). Durch den Immobilienboom herrscht bei vielen Immobilienentwicklern ein hoher Kapitalbedarf, weswegen gerne für einen Teil des Projektvolumens auf die geballte Finanzkraft der „Crowd“ zurückgegriffen wird. Anleger profitieren bei dieser Investmentform von deutlich höheren Zinsen als bei konservativeren Investmentformen und verdienen im Durchschnitt (vor Steuern) zwischen 3 und 8 % pro Jahr. Dank überwiegend kurzer Laufzeiten (ab 6 Monaten) ist das veranlagte Kapital auch nicht übermäßig lange gebunden. Außerdem fallen meist keine zusätzlichen Gebühren an und die Registrierung bei den Crowdinvesting-Plattformen ist bei sehr vielen Anbietern kostenlos. Somit kann Crowdinvesting eine sinnvolle Alternative zu Festgeld, Aktien und Co. darstellen, wenn man es diversifiziert betreibt, Projekte gewissenhaft prüft und alle Risiken bedenkt.

Für wen ist Crowdinvesting geeignet?

Crowdinvesting ist für dich als Anleger geeignet, wenn du dein Portfolio mit risikoreicheren Investments diversifizieren möchtest und dadurch von höheren Zinsen profitieren willst (durchschnittlich 3-8 % p.a.). Projektlaufzeiten sind bei den meisten Anbietern relativ kurz und belaufen sich auf eine Zeitspanne zwischen 6 Monaten und einigen Jahren. Meist werden darüber hinaus keine Transaktionsgebühren von den Crowdinvestinganbietern verrechnet, welche deine Zinserträge schmälern können. Beim Crowdinvesting in Immobilien kannst du dich als Anleger darüber hinaus an sinnvollen Wohnbauprojekten beteiligen und somit auch Beitrag zur Wohnraum- und Arbeitsplatzsicherung schaffen. Die Abwicklung der Investments erfolgt meist einfach und unkompliziert über die Onlineplattform der Crowdinvestinganbieter. Im deutschen und österreichischen Raum kam es außerdem bislang beim Immobilien-Crowdvesting nur zu wenigen Projektausfällen dank des aktuell herrschenden Immobilienbooms.

Solltest du sehr risikoavers sein ist Crowdinvesting nicht die richtige Wahl für dich. Ganz nach dem Motto High-Risk High-Reward ist Crowdinvesting mit Risiken verbunden, die im schlimmsten Fall zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können.

Was muss ich beim Investieren beachten?

Als Anleger solltest du beim Crowdinvesting – wie bei allen anderen Investmentformen – auf die richtige Diversifikation achten. Zum einen sollte nur ein Teil deines Anlagevermögens in Crowdinvesting Projekte investiert werden, um eine optimale Risikostreuung herzustellen. Doch auch beim Crowdinvesting selbst solltest du nicht das gesamte, zur Verfügung stehende Vermögen in ein Projekt investieren, sondern das Kapital auf verschiedene Projekte verteilen, um eventuelle Risiken besser abfangen zu können. Vor dem Abschluss eines Investments solltest du dich immer gut und detailliert über wichtige Projektdaten informieren.

Die wichtigsten Projektdaten

  • Laufzeit
  • Art des Projektes
  • Zinsen
  • Liquidität des Unternehmens
  • Seriosität des Projektes
  • Risiken

Weiter solltest du dir als Anleger beim Crowdinvesting der möglichen Risiken bewusst sein. Da Investments meist in Form von (qualifizierten) Nachrangdarlehen erfolgen, kann es bei Projektausfällen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Bei einem Nachrangdarlehen akzeptierst du als Gläubiger, dass du bei Insolvenz des Schuldners erst eine Rückzahlung erhältst, wenn alle anderen Gläubiger davor ihre Forderungen erhalten haben.

Weitere Risiken, die auftreten können, umfassen das allgemeine Marktrisiko, das Kostenrisiko (z.B.: Kosten des Projekts können nicht vollständig gedeckt werden), das Insolvenzrisiko des Projektpartners oder das Inflationsrisiko.

Des Weiteren solltest du als Anleger beachten, dass Einkünfte aus Crowdinvesting-Vermögen (Zinsen) in Deutschland der Abgeltungssteuer (Kapitalertragssteuer) von 25 % (plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) unterliegen. Hier ist es empfehlenswert, Freibeträge zu beachten.

Anbieter für Crowdinvesting in Deutschland

Crowdinvesting-Unternehmen

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Exporo

Geschätzter Umsatz 2018: € 14 Millionen

 

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Beteiligung  an neu finanzierten Projekten und Bestandsimmobilien in Form von Nachrangdarlehen möglich (neu finanzierte Projekte ab Investment in Höhe von € 500; Bestandsimmobilien ab € 1000)

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Zinsbaustein

Über € 50 Millionen vermitteltes Kapital seit Gründung

Beteiligung an (neu finanzierten) Immobilienprojekten in Form von mezzaninen Darlehen ab € 500 möglich (demnächst auch Investitionen in Bestandsobjekte möglich)

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Engels & Völkers Capital

Seit 2009 Projektvolumen von > € 1 Milliarde finanziert

Investments in ausgewählte Immobilienprojekte in Form von Nachrangdarlehen ab € 100 möglich

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dagobertinvest

Marktführer in Österreich (ca. 37 % Marktanteil), Investitionen auch aus Deutschland möglich

 

> € 40 Millionen vermitteltes Kapital seit Gründung

Beteiligung an (neu finanzierten) Immobilien ab € 250 möglich, keine Start-ups als Projektpartner (zu riskant)

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