Ihr Erspartes liegt auf einem Konto, das kaum noch Zinsen abwirft? Das kostet Sie jeden Monat bares Geld. Während Tagesgeldzinsen jederzeit fallen können, sichern Sie sich mit Festgeld attraktive Zinsen, die für die gesamte Laufzeit fest garantiert sind. Unser Vergleichsrechner bietet Ihnen einen schnellen Überblick, welche Banken in Deutschland und Europa aktuell die höchsten Renditen gewähren – damit Sie Ihr Kapital sicher und planbar vermehren können.
Das Wichtigste auf einen Blick:
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Festgeld bietet einen garantierten Zinssatz für eine fest gewählte Laufzeit – unabhängig von Marktentwicklungen.
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Die besten Angebote kommen derzeit oft von europäischen Direktbanken, nicht unbedingt von der Hausbank.
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Alle Einlagen sind EU-weit bis 100.000 € pro Person und Bank gesetzlich abgesichert.
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Der Vergleich ist kostenlos – wir erhalten ggf. eine Provision, wenn Sie über unsere Links ein Konto eröffnen. Das beeinflusst unsere Bewertung nicht. Wir freuen uns aber natürlich darüber.
Inhaltsverzeichnis
- Aktuelle Festgeldzinsen nach Laufzeit
- Worauf Sie beim Festgeld-Vergleich wirklich achten sollten
- Was ist Festgeld – und was nicht?
- Festgeld anlegen: So funktioniert es in der Praxis
- Welche Laufzeit ist die richtige?
- Wie sicher ist Festgeld wirklich?
- Festgeld und Steuern
- Festgeld oder Tagesgeld?
- Häufige Fragen (FAQ)
Festgeld-Vergleich 2026: Aktuelle Zinsen
Für Ihr individuelles Anlage-Szenario stellen Sie einfach im folgenden Festgeld-Rechner Ihren gewünschten Anlagebetrag und Anlagezeitraum ein.
Transparenz-Hinweis: Dieser Vergleich bietet keine vollständige Marktübersicht. Angezeigte Anbieter haben mit girokonten.de eine Kooperationsvereinbarung. Bei Kontoeröffnung über unseren Vergleich erhalten wir eine Provision. Unsere redaktionellen Inhalte und Bewertungen sind davon unabhängig.
Aktuelle Festgeldzinsen nach Laufzeit
Die folgende Tabelle zeigt, welche Zinsen aktuell im Markt möglich sind – sowohl der Durchschnitt aller Angebote als auch der jeweils erreichbare Spitzenzins.
| Laufzeit | Ø Zinssatz p.a. | Max. Zinssatz p.a. | Angebote |
|---|---|---|---|
| 3 Monate |
ca. 1,90 % |
bis 2,80 % |
~ 75 |
| 6 Monate |
ca. 1,93 % |
bis 2,80 % |
~77 |
| 12 Monate |
ca. 2,13 % |
bis 3,00 % |
~111 |
| 24 Monate |
ca. 2,19 % |
bis 3,20 % |
~96 |
| 36 Monate |
ca. 2,25 % |
bis 3,20 % |
~86 |
| 60 Monate |
ca. 2,28 % |
bis 3,20 % |
~64 |
| 120 Monate |
ca. 2,54 % |
bis 3,50 % |
~23 |
Stand: [April 2026] | Alle Angaben ohne Gewähr | Nutzen Sie den Rechner oben für Ihre aktuelle, individuelle Berechnung.
Praxistipp: Für die meisten Anleger lohnen sich aktuell Laufzeiten zwischen 6 und 24 Monaten. Die Zinsstruktur ist derzeit flach – längere Bindungen bringen kaum mehr Ertrag, kosten aber viel Flexibilität.
Worauf Sie beim Festgeld-Vergleich wirklich achten sollten
Der Zinssatz ist das Erste, was ins Auge fällt. Er ist aber nicht das Einzige, was zählt. Wer nur auf die höchste Zahl schaut, übersieht manchmal entscheidende Details.
Zinssatz und Laufzeit
Die Höhe des Zinssatzes hängt direkt von der gewählten Laufzeit ab. Je länger Sie Ihr Geld binden, desto höher ist in der Regel der angebotene Zins – jedenfalls bis zu einer Laufzeit von etwa fünf Jahren. Danach flacht die Kurve deutlich ab.
Wichtig: Der Zinssatz ist für die gesamte vereinbarte Laufzeit garantiert. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Tagesgeld, dessen Zinsen die Bank jederzeit anpassen kann.
Achtung – die Zinsstruktur-Falle: Manche Banken bieten für kurze Laufzeiten (z. B. 3 Monate) Zinsen, die sogar unter dem aktuellen Tagesgeldniveau liegen. Das ergibt keinen Sinn – denn Sie geben Flexibilität auf, ohne dafür entschädigt zu werden. Unser Vergleich sortiert von vornherein nach Ertrag, sodass Sie solche Angebote nicht versehentlich oben sehen.
Mindestanlage und Maximalanlage
Die Mindestanlage variiert stark: Manche Banken akzeptieren bereits ab 1 Euro, andere verlangen 5.000 Euro oder mehr. Als Kleinanleger sollten Sie darauf achten, dass nicht das gesamte frei verfügbare Kapital in Festgeld fließt – eine liquide Reserve auf dem Tagesgeld- oder Girokonto ist Pflicht.
Die Maximalanlage ist besonders relevant, wenn Sie größere Beträge anlegen möchten. Liegt das Limit einer Bank bei 100.000 Euro und Ihr Anlagebetrag darüber, müssen Sie auf mehrere Banken aufteilen – was aus Einlagensicherungsgründen ohnehin sinnvoll ist.
Rechenbeispiel: Sie möchten 150.000 Euro anlegen. Bank A bietet 3,00 % p.a. für 12 Monate, akzeptiert aber maximal 100.000 Euro. Bank B bietet 2,80 % für denselben Zeitraum ohne Obergrenze. Lösung: 100.000 Euro bei Bank A (3.000 Euro Zinsertrag) + 50.000 Euro bei Bank B (1.400 Euro Zinsertrag) = insgesamt 4.400 Euro – und Sie bleiben pro Bank unter der Einlagensicherungsgrenze.
Einlagensicherung und Länderbonität
Jede EU-Bank ist verpflichtet, Einlagen privater Kunden bis 100.000 Euro pro Person und Institut über das nationale Einlagensicherungssystem abzusichern. Das gilt auch für Banken aus dem EU-Ausland.
Das klingt gut. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Qualität dieser Absicherung davon abhängt, wie stabil das jeweilige Land wirtschaftlich und finanzpolitisch aufgestellt ist. Deshalb nutzen seriöse Vergleichsportale das S&P-Länderrating als Orientierung:
| S&P-Rating | Einschätzung | Beispiele |
|---|---|---|
| AAA |
Höchste Bonität |
Deutschland, Schweden, Niederlande |
| AA |
Sehr hohe Bonität |
Frankreich, Tschechien, Belgien |
| A |
Überdurchschnittlich |
Italien, Malta, Irland |
| BBB und darunter |
Erhöhtes Risiko |
Weniger empfehlenswert für größere Summen |
Unsere Empfehlung: Für Festgeldanlagen ab 10.000 Euro sollten Sie bevorzugt Angebote aus Ländern mit mindestens AA-Rating wählen. Der Renditeaufschlag von BBB-Ländern ist selten groß genug, um das erhöhte Risiko zu rechtfertigen.
Kontoeröffnung: VideoIdent, PostIdent oder eID?
Die meisten modernen Direktbanken ermöglichen eine vollständig digitale Kontoeröffnung. Drei Verfahren sind üblich:
- - VideoIdent: Identifikation per Videochat in wenigen Minuten – die schnellste Methode
- - PostIdent: Ausweis-Verifizierung in der nächsten Postfiliale – zuverlässig, aber zeitaufwendiger
- - eID (Online-Ausweis): Schnell und vollständig papierlos, setzt NFC-fähiges Gerät voraus
Zinsbroker wie Raisin (ehemals WeltSparen) bieten den Vorteil, dass Sie sich nur einmal legitimieren müssen, um anschließend auf Angebote von über 150 Partnerbanken zugreifen zu können.
Was ist Festgeld – und was nicht?
Festgeld – auch Termingeld oder Zeitgeld genannt – ist eine Sparanlage, bei der Sie einen festen Betrag für einen vereinbarten Zeitraum zu einem fest vereinbarten Zinssatz anlegen. Die Bank hat damit Planungssicherheit, der Anleger hat Zinssicherheit.
Was Festgeld nicht ist: ein flexibles Sparkonto. Während der Laufzeit haben Sie keinen Zugriff auf das angelegte Kapital. Eine vorzeitige Kündigung ist bei den meisten Anbietern entweder gar nicht möglich oder mit erheblichen Zinseinbußen verbunden.
Nach Laufzeitende wird das Kapital inklusive Zinsen automatisch auf ein Verrechnungskonto – in der Regel Ihr Girokonto oder ein zugehöriges Tagesgeldkonto – überwiesen. Bei manchen Anbietern verlängert sich das Festgeld automatisch (sog. Prolongation), wenn Sie nicht aktiv widersprechen. Prüfen Sie das in den Vertragsbedingungen.
Festgeld vs. Tagesgeld – die entscheidenden Unterschiede
Die Frage, ob Festgeld oder Tagesgeld das Richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie hängt stark von Ihrer persönlichen Situation ab:
| Kriterium | Festgeld | Tagesgeld |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit |
Gesperrt für Laufzeit |
Täglich verfügbar |
| Zinssatz |
Fix für gesamte Laufzeit |
Variabel, kann sich ändern |
| Zinshöhe |
In der Regel höher |
In der Regel niedriger |
| Planungssicherheit |
Sehr hoch |
Gering (Zinsänderungsrisiko) |
| Geeignet für |
Mittel- bis langfristige Rücklagen |
Notfallreserve, kurzfristiges Parken |
Praxistipp: Viele erfahrene Anleger kombinieren beide Produkte: Die eiserne Reserve (3–6 Monatsgehälter) bleibt auf dem Tagesgeld jederzeit verfügbar. Alles darüber hinaus wandert ins Festgeld – gestaffelt nach Laufzeiten.
Festgeld anlegen: So funktioniert es in der Praxis
Ein Festgeldkonto zu eröffnen ist einfacher, als viele denken. Die meisten Direktbanken ermöglichen den gesamten Prozess in unter 30 Minuten – komplett digital.
- Schritt: Angebote vergleichen Nutzen Sie den Rechner oben und geben Sie Ihren gewünschten Anlagebetrag sowie die Laufzeit ein. Die Ergebnisse sind nach erzielbarem Zinsertrag sortiert. Achten Sie neben dem Zinssatz auf das Länderrating und die Mindestanlage.
- Schritt: Konto eröffnen Wählen Sie Ihr bevorzugtes Angebot und klicken Sie auf „Zum Anbieter". Sie werden direkt auf die Website der Bank weitergeleitet. Dort füllen Sie den Online-Antrag aus – in der Regel mit Name, Adresse, Geburtsdatum und Ihren Bankverbindungsdaten für das Verrechnungskonto.
- Schritt: Identität bestätigen Je nach Anbieter legitimieren Sie sich per VideoIdent, PostIdent oder eID. Bei Zinsmaklern wie Raisin genügt eine einmalige Legitimierung für alle zukünftigen Anlagen.
- Schritt: Geld überweisen und Laufzeit beginnen Nach erfolgreicher Kontoeröffnung überweisen Sie den Anlagebetrag. Ab Eingang des Geldes läuft die vereinbarte Laufzeit. Ab diesem Moment steht der Zinssatz unveränderlich fest.
Wichtig: Sie benötigen in der Regel ein bestehendes Girokonto als Verrechnungskonto. Ohne Girokonto ist eine Festgeldanlage bei den meisten Banken nicht möglich. Falls Sie noch keins haben oder sich informieren möchten, finden Sie auf unserer Girokonto-Vergleichsseite die besten kostenlosen Angebote.
Welche Laufzeit ist die richtige?
Die Laufzeit ist die wichtigste Entscheidung beim Festgeld. Sie bestimmt, wie lange Ihr Kapital gebunden ist, und beeinflusst direkt den erzielbaren Zinssatz.
Kurzfristig: 1 bis 6 Monate
Kurzfristige Festgelder eignen sich, wenn Sie absehbar in wenigen Monaten über das Geld verfügen möchten – etwa für eine geplante Anschaffung oder einen Immobilienkauf. Der Zinsvorteil gegenüber Tagesgeld ist in dieser Laufzeitklasse gering bis nicht vorhanden. Setzen Sie bei sehr kurzen Laufzeiten lieber auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto mit Zinsgarantie.
Mittelfristig: 12 bis 24 Monate
Das ist aktuell die attraktivste Laufzeitklasse. Die Zinsen liegen deutlich über dem Tagesgeld-Niveau, die Kapitalbindung ist noch überschaubar. Bei einer Anlage von 20.000 Euro für 12 Monate zu 3,00 % p.a. ergibt sich ein Zinsertrag von 600 Euro – ohne jedes Kursrisiko.
Praxistipp: Wenn Sie die Zinsentwicklung beobachten und erwarten, dass die EZB die Leitzinsen weiter senkt, lohnt es sich, jetzt einen attraktiven Zinssatz für 12 bis 24 Monate festzuschreiben – bevor die Konditionen weiter fallen.
Langfristig: 36 Monate und mehr
Lange Laufzeiten bieten die höchsten Zinssätze im Gesamtmarkt. Aber sie binden Ihr Kapital entsprechend lang. Prüfen Sie kritisch: Brauchen Sie das Geld wirklich in den nächsten drei bis zehn Jahren nicht? Wenn ja, kann ein langfristiges Festgeld ein sinnvoller Baustein im Portfolio sein – als risikoarme Ergänzung zu ETFs oder Aktien.
Die Treppenstrategie: Mehr Flexibilität bei guten Zinsen
Statt alles in eine Laufzeit zu investieren, verteilen Sie Ihren Anlagebetrag auf mehrere Festgelder mit gestaffelten Laufzeiten. Klassisches Beispiel mit 30.000 Euro:
10.000 € → Festgeld 12 Monate → fällig in 1 Jahr
10.000 € → Festgeld 24 Monate → fällig in 2 Jahren
10.000 € → Festgeld 36 Monate → fällig in 3 Jahren
Das Ergebnis: Jedes Jahr läuft ein Teil frei. Sie können dann neu anlegen – idealerweise wieder beim aktuell besten Zinssatz. Diese Methode wird auch als Zinstreppe bezeichnet und verbindet hohe Zinsen mit regelmäßiger Liquidität.
Wie sicher ist Festgeld wirklich?
Kurze Antwort: Sehr sicher – jedenfalls bis zu den gesetzlichen Obergrenzen.
Die gesetzliche Einlagensicherung
In allen EU-Mitgliedsstaaten sind Spareinlagen privater Kunden durch ein nationales Einlagensicherungssystem geschützt. Die EU-weite Untergrenze liegt bei 100.000 Euro pro Person und Bank. Das gilt für deutsche Banken ebenso wie für Direktbanken aus Schweden, Frankreich oder Tschechien.
Konkret bedeutet das: Geht die Bank pleite, erhalten Sie Ihr Geld bis zu diesem Betrag innerhalb von sieben Werktagen zurück – ohne Rechtsstreit, ohne Wartezeit.
Für Beträge über 100.000 Euro gelten zusätzliche Sicherungsmechanismen bei manchen deutschen Banken: Der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) schützt oft weit höhere Summen. Im Ausland ist das selten der Fall – dort gilt meist nur die gesetzliche Grenze.
Ausländische Banken: Mehr Zins, mehr Risiko?
Europäische Banken aus dem Ausland bieten häufig höhere Zinsen als deutsche Institute. Das liegt daran, dass sie im deutschen Markt Kapital akquirieren wollen und dafür eine Prämie zahlen.
Das Risiko ist nicht im Zinssatz selbst zu suchen, sondern in der Qualität des Einlagensicherungssystems des Heimatlandes. Eine maltesische Bank mit A-Rating ist formal genauso gesichert wie eine deutsche mit AAA-Rating – nur dass die wirtschaftliche Stabilität Maltas geringer ist als die Deutschlands. Im Ernstfall eines großflächigen Bankensystems-Kollaps hätte das gravierende Folgen.
Unsere Empfehlung: Bis 50.000 Euro können Sie gut bei Banken aus AA-Ländern anlegen. Bei höheren Beträgen sollten Sie auf Länder mit AAA-Rating (Deutschland, Schweden, Niederlande) setzen oder die Summe auf mehrere Banken verteilen.
Festgeld und Steuern
Zinserträge aus Festgeldanlagen sind steuerpflichtig. Konkret gilt:
Abgeltungssteuer: 25 % auf alle Kapitalerträge Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf die Abgeltungssteuer (= 1,375 % des Zinsertrags) Kirchensteuer: 8 oder 9 % auf die Abgeltungssteuer (nur für Kirchenmitglieder)
Effektivbelastung (ohne Kirchensteuer): ca. 26,375 %
Rechenbeispiel: Sie erhalten 600 Euro Zinsen auf ein Festgeld. Nach Abzug von Abgeltungssteuer + Soli bleiben Ihnen ca. 441 Euro netto – sofern der Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft ist.
Sparerpauschbetrag und Freistellungsauftrag
Kapitalerträge bis 1.000 Euro pro Jahr (2.000 Euro bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren) sind steuerfrei. Damit das funktioniert, müssen Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag einreichen. Ohne diesen führt die Bank die Steuer automatisch ab – Sie müssten sie sich dann über die Steuererklärung zurückholen.
Sie können den Pauschbetrag auf mehrere Banken aufteilen, z. B. 500 Euro bei Bank A und 500 Euro bei Bank B.
Besonderheit: Quellensteuer bei Auslandsbanken
Manche Länder erheben eine Quellensteuer direkt auf Zinserträge – z. B. die Slowakei (19 %) oder andere EU-Staaten. Diese wird von der Bank einbehalten, bevor die Zinsen auf Ihr Konto gutgeschrieben werden.
Dank Doppelbesteuerungsabkommen kann die Quellensteuer oft vollständig oder teilweise auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet werden. Manche Banken (z. B. über CHECK24 oder Raisin) unterstützen Sie dabei aktiv mit Vorlagen für die Ansässigkeitsbescheinigung.
Wichtig: Bei Banken mit Quellensteuer ist die ausgewiesene Bruttorendite nicht identisch mit Ihrer Nettorendite. Prüfen Sie immer, ob das betreffende Land Quellensteuer erhebt.
Festgeld oder Tagesgeld – was passt besser zu Ihnen?
Wie bereits erwähnt - das ist keine entweder-oder-Entscheidung. Die Frage ist viel mehr: Für welchen Teil Ihres Vermögens soll welches Produkt arbeiten?
Festgeld ist die richtige Wahl, wenn:
- - Sie das Geld für eine definierte Zeit nicht benötigen - Ihnen Planungssicherheit wichtiger ist als Flexibilität
- - Sie einen höheren Zinssatz festschreiben und gegen zukünftige Zinssenkungen absichern möchten
- - Sie keine Lust auf schwankende Tagesgeld-Konditionen haben
Tagesgeld ist die richtige Wahl, wenn:
- - Sie jederzeit über das Geld verfügen müssen
- - Sie von eventuell steigenden Zinsen profitieren möchten - Sie eine Notfallreserve aufbauen wollen
- - Die Summe unter 5.000 Euro liegt und eine Festgeld-Mindestanlage nicht greift
Mehr dazu finden Sie in unserem ausführlichen Tagesgeld-Vergleich.
Häufige Fragen zum Festgeld
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Wie hoch sind die aktuellen Festgeldzinsen?
Die besten Festgeldzinsen liegen aktuell (Stand: April 2026) je nach Laufzeit zwischen 2,80 % und 3,20 % p.a. für 12 bis 36 Monate. Für längere Laufzeiten (10 Jahre) sind einzelne Angebote mit bis zu 3,50 % p.a. möglich. Der Durchschnitt liegt deutlich niedriger – nutzen Sie unseren Rechner oben für eine aktuelle Aufstellung nach Ihrer Wunschlaufzeit.
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Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?
In den meisten Fällen: Nein. Festgeld ist für die vereinbarte Laufzeit gebunden. Einige Anbieter ermöglichen eine vorzeitige Auflösung, verlangen dafür aber eine Vorfälligkeitsentschädigung in Form von Zinsabzügen – oft mehrere Monatszinsen. So erlauben manche Banken eine Kündigung erst nach zwei Jahren Mindestlaufzeit. Planen Sie sorgfältig: Investieren Sie nur Geld, das Sie während der Laufzeit wirklich entbehren können.
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Lohnt sich Festgeld im europäischen Ausland?
Oft ja. Banken aus Schweden, Tschechien oder Frankreich bieten häufig 0,3 bis 0,8 Prozentpunkte mehr als vergleichbare deutsche Angebote. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt EU-weit bis 100.000 Euro. Achten Sie auf das Länderrating: AA oder besser ist der empfohlene Mindeststandard. Außerdem sollten Sie prüfen, ob im betreffenden Land Quellensteuer erhoben wird.
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Wie viel Steuern zahle ich auf Tagesgeld-Zinsen?
Standardmäßig wird das Kapital inklusive Zinsen nach Laufzeitende auf Ihr Verrechnungskonto überwiesen. Bei manchen Banken verlängert sich das Festgeld automatisch um dieselbe Laufzeit (Prolongation), sofern Sie nicht widersprechen. Informieren Sie sich vor Vertragsabschluss über die genaue Regelung und setzen Sie sich ggf. eine Kalender-Erinnerung 30 Tage vor Fälligkeit.
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Wie sicher ist mein Geld auf dem Festgeldkonto?
Bis 100.000 Euro pro Person und Bank ist Ihr Festgeld durch die gesetzliche Einlagensicherung des jeweiligen EU-Landes geschützt. Bei deutschen Banken greift zusätzlich oft der freiwillige Einlagensicherungsfonds des BdB, der deutlich höhere Beträge absichert. Festgeld zählt damit zu den sichersten Anlageformen überhaupt – Kursschwankungen oder Verluste sind ausgeschlossen.
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Brauche ich ein Girokonto, um Festgeld zu eröffnen?
Ja, in aller Regel schon. Die meisten Banken verlangen ein bestehendes Girokonto als Verrechnungskonto, auf das Zinsen und Kapital nach Laufzeitende ausgezahlt werden. Bei Zinsplattformen wie Raisin eröffnen Sie einmalig ein Verrechnungskonto dort – das reicht für alle Partnerbanken. Falls Sie noch kein passendes Girokonto haben, finden Sie hier unseren Girokonto-Vergleich.
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Wie werden Festgeldzinsen versteuert?
Zinserträge unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (effektiv ca. 26,375 %, ggf. plus Kirchensteuer). Der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Ehepaare) ist steuerfrei – dafür müssen Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag einreichen. Bei ausländischen Banken kann zusätzlich Quellensteuer anfallen, die über die Steuererklärung verrechnet werden kann.
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Was ist die Treppenstrategie beim Festgeld?
Die Treppenstrategie (auch Zinstreppe genannt) bedeutet: Sie teilen Ihren Anlagebetrag auf mehrere Festgelder mit gestaffelten Laufzeiten auf – z. B. 1 Jahr, 2 Jahre und 3 Jahre. So läuft jedes Jahr ein Teil frei, den Sie zum dann aktuellen Marktzins neu anlegen können. Sie profitieren von höheren Zinsen langer Laufzeiten und behalten gleichzeitig regelmäßig Zugriff auf Teilbeträge.
Nützliches Rund ums Festgeld
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– Die flexible Alternative zum Festgeld → Tagesgeld-Vergleich
- – Das benötigte Verrechnungskonto finden → Girokonto-Vergleich
- – Wer mehr Rendite sucht: der nächste Schritt → Depot-Vergleich
Transparenz, Redaktion & Rechtliches
Wie wir uns finanzieren:
girokonten.de ist ein unabhängiges Vergleichsportal. Eröffnen Sie über einen unserer Links ein Konto, zahlt uns die Bank oft eine einmalige Provision. Das finanziert unsere Arbeit, hat aber absolut keinen Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung. Wir zeigen Ihnen ehrliche Angebote und decken Neukunden-Fallen auf. Würden wir schlechte Produkte pushen, würden Sie das merken – und nicht wiederkommen. Das ist keine Marketingphrase, das ist unser Geschäftsmodell.
Unsere Methodik:
Wir können nicht alle Banken am Markt abbilden, sondern zeigen eine redaktionelle Auswahl an Partnern, von denen wir überzeugt sind und mit denen eine Kooperation besteht. Die tagesaktuellen Daten im Widget liefert FinanceQuality. Einen noch umfassenderen Marktüberblick finden Sie bei gemeinnützigen oder verbrauchernahen Portalen wie der Stiftung Warentest oder Finanztip.
Rechtlicher Hinweis:
Wir schreiben nach bestem Wissen und Gewissen, bieten hier aber keine Anlageberatung. Da Festgeld kein Wertpapier ist, gibt es hier kein Kursrisiko – Ihr Geld ist durch die jeweilige gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Auch wenn wir unsere Daten fortlaufend checken: Da Banken ihre Zinsen jederzeit anpassen können, sind für den Abschluss ausschließlich die Konditionen auf der Website der jeweiligen Bank maßgeblich.