Rund 62 Euro zahlt der Durchschnittsdeutsche im Jahr für sein Girokonto – obwohl es Dutzende Anbieter gibt, die keine Gebühren verlangen. Die Rechnung ist einfach: Wer nicht vergleicht, zahlt. Wer die richtigen Kriterien kennt, spart. Auf dieser Seite erfahren Sie, worauf es wirklich ankommt – welche Gebühren im Kleingedruckten stecken, woran Sie ein tatsächlich kostenloses Konto erkennen und wie Sie in wenigen Minuten wechseln. Welches Konto konkret zu Ihnen passt, finden Sie direkt in unserem Girokonto-Vergleich.
Das Wichtigste auf einen Blick:
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- Wirklich kostenlos ist ein Girokonto nur, wenn vier Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: keine Kontoführungsgebühr, kein Mindestgeldeingang, kostenlose Girocard und keine Gebühren für Online-Überweisungen. Längst nicht jedes als „kostenlos" beworbene Konto erfüllt alle vier.
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- Die teuersten versteckten Posten sind selten die Kontoführung selbst, sondern Girocard-Gebühren, beleghafte Buchungen, Fremdwährungsgebühren – und vor allem der Dispozins (durchschnittlich 11,3 % p.a.).
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- Für rund 90 % aller Bankgeschäfte sind Direktbanken günstiger. Ein Filialnetz lohnt vor allem für regelmäßige Bargeldeinzahlungen und persönliche Beratung.
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- Der Kontowechsel ist seit 2016 gesetzlich geregelt, kostenlos und dauert maximal 12 Arbeitstage – die neue Bank übernimmt die meiste Arbeit.
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- Trotz negativer Schufa hat jeder in Deutschland einen Rechtsanspruch auf ein Basiskonto.
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- Welches Konto die besten Konditionen bietet, zeigt der Vergleich – sortiert nach der niedrigsten Kontoführungsgebühr.
Inhaltsverzeichnis
- Girokonten im Vergleich: Jetzt das passende Konto finden
- Girokonten in Deutschland – das Wichtigste in Zahlen
- Wann ist ein Girokonto wirklich kostenlos?
- Die versteckten Kosten – worauf Sie achten sollten
- Direktbank, Filialbank oder Neobank – was passt zu wem?
- Die Dispo-Falle: warum der Überziehungskredit so teuer ist
- Nachhaltige Girokonten: Was macht Ihre Bank mit Ihrem Geld?
- Das richtige Girokonto für jede Lebensphase
- Girokonto eröffnen: Schritt für Schritt
- Girokonto wechseln: in 10 Minuten umziehen
- Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay und Wero
- Häufig gestellte Fragen
- Transparenz, Redaktion & Rechtliches
Girokonten im Vergleich: Jetzt das passende Konto finden
So lesen Sie den Vergleich richtig
Die Konten sind nach der niedrigsten monatlichen Kontoführung sortiert – das günstigste steht oben. Jede Zeile zeigt auf einen Blick die wichtigsten Eckdaten:
- Girokonto – Name des Kontos
- Kontoführung pro Monat und Dispozins in Prozent
- Karten – welche Karten zum Konto gehören
- Vorteile – die wichtigsten Pluspunkte in Kurzform
Über „Zum Anbieter" gelangen Sie direkt zum Konto bei der jeweiligen Bank. Unter „Details" öffnen sich weitere Reiter mit Vorteilen, Produktdetails, Karten und dem aktuellen Neukundenangebot (etwa Startguthaben oder Prämien).
Girokonto-Vergleich 2026
Ein wichtiger Hinweis zur Kontoführung: Der Vergleich sortiert die Anbieter nach der niedrigsten monatlichen Kontoführung bei einem monatlichen Geldeingang von 700 €. Das ist entscheidend, denn viele „kostenlose" Konten sind nur dann gebührenfrei, wenn ein bestimmter Mindestgeldeingang erreicht wird (häufig 700 €, 1.200 € oder 1.500 €). Liegt Ihr Geldeingang dauerhaft darunter – etwa bei Teilzeit, Elternzeit oder als Student –, kann bei einzelnen Konten dennoch eine Kontoführungsgebühr anfallen. Prüfen Sie deshalb unter „Details", ob und ab welchem Geldeingang das jeweilige Konto kostenlos bleibt.
Transparenzhinweis: Dieser Vergleich wird in Kooperation mit FinanceQuality bereitgestellt und finanziert sich über Provisionen, die bei einem Produktabschluss anfallen. Er bietet keine vollständige Marktübersicht. Die Anbieter werden nach der niedrigsten monatlichen Kontoführung bei einem Geldeingang von 700 € sortiert.
Girokonten in Deutschland – das Wichtigste in Zahlen
| ~62 € im Jahr | 97 % der Deutschen | 43 % vs. 4 % | ||
|---|---|---|---|---|
| zahlt der Durchschnittsdeutsche für sein Girokonto (Stiftung Warentest) |
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Wann ist ein Girokonto wirklich kostenlos?
Ein Girokonto ist dann wirklich kostenlos, wenn keine Kontoführungsgebühr erhoben wird, kein Mindestgeldeingang verlangt wird, die Girocard kostenfrei ist und keine Gebühren für Online-Überweisungen berechnet werden. Erst wenn alle vier Bedingungen zusammenkommen, zahlen Sie tatsächlich null Euro – unabhängig davon, wie viel Gehalt eingeht oder wie oft Sie die Karte nutzen.
Das Problem: Die Mehrheit der als „kostenlos" beworbenen Konten erfüllt nur einen Teil dieser Bedingungen. Es lohnt sich, drei Stufen zu unterscheiden:
- Bedingungslos kostenlos – Keine Grundgebühr, kein Mindestgeldeingang, kostenlose Girocard, kostenlose Online-Überweisungen. Diese Konten kosten Sie unter allen Umständen nichts. Sie sind die Ausnahme, nicht die Regel.
- Bedingt kostenlos – Gebührenfrei nur, solange eine Bedingung erfüllt ist, meist ein monatlicher Mindestgeldeingang (z. B. 700 €, 1.200 € oder 1.500 €). Sinkt der Geldeingang, greift eine Kontoführungsgebühr. Das ist der häufigste Fall.
- Kostenpflichtig – Eine feste Monats- oder Jahresgebühr fällt immer an, oft im Gegenzug für ein Filialnetz, persönliche Beratung oder ein Inklusiv-Kartenpaket.
Welche Konten aktuell in welche Kategorie fallen, sehen Sie im Vergleich oben. Ob ein Konto einen Mindestgeldeingang voraussetzt – und ab welcher Höhe es kostenlos bleibt –, steht jeweils unter „Details" in den Produktdetails. Werfen Sie dort einen Blick hinein, bevor Sie sich entscheiden: Nur so erkennen Sie, ob ein „kostenloses" Konto auch für Ihre Situation tatsächlich kostenlos bleibt.
Die versteckten Kosten im Detail– worauf Sie achten sollten
Ein als „kostenlos" beworbenes Girokonto ist nicht immer gebührenfrei. Die eigentlichen Kosten entstehen oft an anderer Stelle. Diese Posten finden sich regelmäßig im Kleingedruckten:
Gebühren für die Girocard: das übersehene Problem
Kaum eine Bank weist im Fließtext prominent aus, dass die Girocard – also die Karte, die Sie täglich benutzen – bis zu 40 € im Jahr kosten kann. Viele Direktbanken geben sie kostenlos aus, bei klassischen Filialinstituten ist eine Jahresgebühr von 10 bis 25 € keine Seltenheit. Wer nur auf die Kontoführungsgebühr schaut, übersieht diesen Posten systematisch.
Kosten für beleghafte Buchungen
Wer eine Überweisung am Schalter oder per Papierformular aufgibt, zahlt bei vielen Banken 1,50 bis 5,00 € pro Vorgang. Was nach einem Randthema klingt, kann sich besonders für Kunden ohne Online-Banking spürbar summieren. Reine Direktbanken verzichten in der Regel auf diese Gebühr, da sie keine Schalter unterhalten.
Fremdwährungsgebühren und Auslands-Bargeld
Wer im Urlaub Geld abhebt oder im Ausland mit Karte zahlt, zahlt bei vielen Instituten eine Fremdwährungsgebühr von 1,5 bis 2,5 % des Umsatzes. Einige Konten haben das abgeschafft – aber oft nur für bestimmte Kontomodelle oder ab einem Mindestgeldeingang. Prüfen Sie das vor dem nächsten Urlaub.
Dispozinsen: der teuerste Posten überhaupt
Der Dispositionskredit ist für viele Banken das profitabelste Produkt im Girokonto-Paket. Mehr dazu im Abschnitt zur Dispo-Falle. Die Kurzversion: Bei manchen Instituten zahlen Sie über 12 % Zinsen p.a. auf Ihr Minus – während die Bank das Geld selbst für unter 4 % refinanziert.
Was ein Girokonto wirklich kostet: die Gesamtrechnung
| Kostentyp | Mögliche Kosten p.a. | Vermeidbar? |
|---|---|---|
| Kontoführungsgebühr |
0 – 120 € |
Ja (Direktbank ohne Mindesteingang) |
| Girocard-Jahresgebühr |
0 – 40 € |
Ja (viele Direktbanken) |
| Kreditkarte-Jahresgebühr |
0 – 120 € |
Teilweise (Basismodelle oft günstiger) |
| Beleghafte Buchungen |
0 – 60 € |
Ja (Online-Banking nutzen) |
| Dispozinsen |
0 – 15 %+ p.a. |
Weitgehend (Konto nicht überziehen) |
| Fremdwährungsgebühr |
0 – 2,5 % pro Transaktion |
Ja (passendes Kontomodell wählen) |
Die konkreten Konditionen einzelner Konten finden Sie tagesaktuell im Vergleich.
Direktbank, Filialbank oder Neobank – was passt zu wem?
Für die meisten Menschen ist die günstigste Wahl heute kein Schalter mehr. Aber wer eine Filiale braucht, sollte zumindest wissen, was er dafür bezahlt. Drei Typen prägen den Markt:
Filialbanken: dichtes Netz, höhere Kosten
Filialbanken punkten mit lokaler Präsenz – in vielen Gemeinden ist die nächste Filiale zu Fuß erreichbar. Das hat seinen Preis: Im Schnitt zahlen Filialbankkunden mehrere Dutzend Euro mehr pro Jahr als Direktbanknutzer. Hinzu kommt ein Punkt, den Berater ungern ansprechen: Der Besuch am Schalter endet statistisch häufiger mit einem Zusatzprodukt, das der Kunde gar nicht gesucht hat – Restschuldversicherungen, Bausparverträge oder teure Fondspolicen gehören zum klassischen Querverkauf.
Wann eine Filialbank dennoch sinnvoll ist: - Sie zahlen regelmäßig größere Bargeldbeträge ein (Einzahlfunktion an Automaten oder Schalter) - Sie fühlen sich im Online-Banking nicht sicher - Sie benötigen regelmäßig persönliche Beratung zu komplexen Produkten wie Baufinanzierungen
Direktbanken: die günstige Alternative für 90 % der Bankgeschäfte
Direktbanken sparen sich Filialmieten und Personalkosten und geben einen Teil davon weiter: kostenlose Kontoführung, günstige oder kostenlose Kreditkarten, niedrigere Dispozinsen. Die App ist der Schalter. Für rund 90 % der alltäglichen Bankgeschäfte funktioniert das problemlos.
Einschränkung: Bargeld einzahlen ist bei reinen Direktbanken oft nicht oder nur über Umwege möglich.
Neobanken: maximale Effizienz, ein paar Kompromisse
Neobanken sind meist die günstigsten Anbieter: hervorragende Apps, keine oder sehr niedrige Gebühren, kein Mindestgeldeingang. Der Haken: häufig kein telefonischer Kundenservice, eingeschränkte Kreditangebote und bei Streitfällen schwerere Erreichbarkeit. Einige Neobanken haben zudem ihren Sitz im EU-Ausland – das hat Konsequenzen für die zuständige Einlagensicherung und den Verbraucherschutz im deutschen Rechtsrahmen. Prüfen Sie diesen Punkt, bevor Sie hohe Beträge dort parken.
Der direkte Vergleich der drei Typen
| Kriterium | Filialbank | Direktbank | Neobank |
|---|---|---|---|
| Kontoführung |
0 – 10 € /Monat |
kostenlos (oft) |
kostenlos (Basis) |
| Girocard-Gebühr |
10 – 25 € /Jahr |
kostenlos (oft) |
variiert je Modell |
| Kreditkarte |
separat, oft teuer |
kostenlos oder günstig |
oft im Basismodell inkl. |
| Dispozins |
8 – 14 % p.a. |
5 – 10 % p.a. |
selten verfügbar |
| Filialnetz |
dicht |
keins |
keins |
| Bargeld einzahlen |
ja |
meist nur über Partner (Banken, Supermärkte etc.) |
meist nicht möglich |
| App-Qualität |
mittel |
gut |
sehr gut |
| Kundenservice |
persönlich vor Ort |
Telefon / Chat |
meist nur Chat oder E-Mail |
| Einlagensicherung |
dt. Einlagensicherung |
dt. Einlagensicherung |
je nach Sitz (EU variiert) |
Werte sind typische Bandbreiten der jeweiligen Kategorie, keine Einzelangebote. Konkrete Konditionen vergleichen Sie im Vergleich.
Unser Zwischen-Fazit: Wer kein Filialnetz braucht und sicher im Online-Banking ist, fährt mit einer Direktbank oder Neobank fast immer günstiger. Wer regelmäßig Bargeld einzahlt oder persönliche Beratung schätzt, sollte Filialbanken nicht pauschal ausschließen – aber die Kosten klar einkalkulieren.
Die Dispo-Falle: warum der Überziehungskredit so teuer ist
Ein Dispositionskredit ist bequem: Das Konto geht ins Minus, der Zahltag kommt, alles ausgeglichen. Das Problem ist nicht der Dispo an sich – es ist der Preis dafür.
Warum Dispozinsen so hoch sind – und wer daran verdient
Der durchschnittliche Dispozins in Deutschland liegt bei 11,3 % p.a. (Stand 2026, Quelle: Verivox). Manche Filialbanken überschreiten 12 % – für Geld, das die Bank selbst für unter 4 % refinanziert. Die Marge ist erheblich. Für viele Banken ist der Dispositionskredit eine der profitabelsten Produktkategorien überhaupt – und die meisten Kunden bemerken es nicht, weil sie den Dispo nur kurz nutzen.
Besonders teuer wird es, wenn das Minus zum Dauerzustand wird.
Rechenbeispiel: 1.000 € dauerhaft im Minus bei 12 % Dispozins = 120 € Zinsen pro Jahr. Ein Ratenkredit für denselben Betrag kostet bei vielen Direktbanken nur 5 bis 7 % – also rund die Hälfte.
So schützen Sie sich vor der Dispofalle
- Dispozins beim Kontenvergleich immer einbeziehen – Ein „kostenloses" Konto mit 13 % Dispo ist teurer als ein Konto mit 5 € Grundgebühr und 7 % Dispo, wenn Sie das Konto regelmäßig überziehen. Den Dispozins jedes Kontos finden Sie im Vergleich.
- Disporahmen selbst begrenzen – Viele Direktbanken erlauben es, den eingeräumten Überziehungsrahmen im Online-Banking zu reduzieren.
- Bei dauerhafter Überziehung umschulden – Ein Ratenkredit kostet fast immer weniger als dauerhafter Dispo.
- Achtung, Überziehungszinsen sind noch höher – Wer über den vereinbarten Disporahmen hinausgeht, zahlt bei manchen Banken bis zu 18 % p.a. Das ist kein Sicherheitsnetz – es ist eine Strafe für Unachtsamkeit.
Nachhaltige Girokonten: Was macht Ihre Bank mit Ihrem Geld?
Ihr Geld liegt nicht einfach „in der Bank". Es wird investiert, verliehen, als Kapital für Kredite genutzt. Die Frage, die viele Banken lieber nicht beantworten: Wofür genau?
Ein Teil der klassischen Institute finanziert über sein Anlagegeschäft auch Branchen, die mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens nicht vereinbar sind – etwa fossile Energien oder Rüstung. Das ist kein pauschaler Vorwurf, sondern dokumentierte Geschäftspraxis: Der Fair Finance Guide Deutschland veröffentlicht jährlich ein unabhängiges Ranking dazu, welche Institute in welche Sektoren investieren.
Wer das nicht möchte, hat Alternativen – und sie sind nicht automatisch teurer, aber oft transparenter. Ethisch ausgerichtete Banken schließen Rüstung, fossile Energien und Unternehmen mit dokumentierten Menschenrechtsverletzungen in der Regel aus und lenken das Kapital stattdessen in erneuerbare Energien, soziale Projekte und gemeinwohlorientierte Unternehmen. Der Preis dafür: häufig ein paar Euro mehr Kontoführung im Monat als beim günstigsten Direktbankkonto.
Drei Fragen, die ein wirklich nachhaltiges Konto beantworten können sollte
Nicht jedes Konto, das sich „grün" nennt, ist es auch. Stellen Sie diese drei Fragen:
- Transparenz der Investitionen: Veröffentlicht die Bank, wohin das Kapital konkret fließt – und was ausgeschlossen ist?
- Unabhängige Zertifizierung: Ist die Bank Mitglied der Global Alliance for Banking on Values (GABV) oder trägt ein vergleichbares externes Siegel?
- Greenwashing-Check: Gibt es Belege für die Nachhaltigkeitsaussagen, oder sind es nur Marketingversprechen?
Die Konditionen nachhaltig ausgerichteter Konten sehen Sie wie bei allen anderen Anbietern im Vergleich.
Wenn das Thema Nachhaltigkeit Ihnen wichtig ist, finden Sie hier noch mehr Informationen zum nachhaltigen Girokonto.
Das richtige Girokonto für jede Lebensphase
Nicht jedes Konto passt zu jeder Situation. Hier finden Sie die relevantesten Zielgruppen – und den Direktlink zum jeweiligen Detailvergleich:
Girokonto für Studenten und Auszubildende
Studentenkonten sind bei vielen Direktbanken bis zum Ende des Studiums oder bis 26 Jahre komplett kostenlos – ohne Mindestgeldeingang. Wichtig: Achten Sie darauf, was nach dem Studienende passiert. Manche Angebote wandeln sich automatisch in ein kostenpflichtiges Modell um. Mehr Infos zu Girokonto für Studenten finden Sie hier.
Girokonto für Jugendliche und Kinder
Ab 12 oder 14 Jahren können Jugendliche mit elterlicher Zustimmung ein eigenes Konto mit Girocard eröffnen. Diese Konten sind in der Regel kostenlos und ohne Dispo – was in diesem Fall kein Nachteil ist. Auf dieser Seite haben wir uns damit auseinandergesetzt, worauf Sie bei Girokonto für Kinder und Jugendliche achten sollten.
Girokonto für Arbeitnehmer und Berufstätige
Mit einem regulären Gehalt erfüllen Sie die Mindestgeldeingangsgrenzen der meisten Direktbanken problemlos. Das öffnet den Zugang zu den günstigsten Kontomodellen. Vergleichen Sie neben der Grundgebühr besonders den Dispozins – er ist für Berufstätige mit Gehaltseingang der relevanteste Kostentreiber.
Girokonto für Rentner und Senioren
Wer persönliche Beratung schätzt und gelegentlich eine Filiale braucht, muss nicht zwingend zum teuersten Anbieter. Einige Direktbanken bieten exzellenten Telefonservice und sind auch für weniger digital-affine Nutzer geeignet.
Girokonto für Selbstständige und Freiberufler
Achtung: Die allgemeinen Geschäftsbedingungen der meisten Privatgirokonten verbieten die gewerbliche Nutzung ausdrücklich. Wer als Selbstständiger oder Freiberufler darauf angewiesen ist, braucht ein Geschäftskonto.
Gemeinschaftskonto für Paare
Ein gemeinsames Konto für Haushalt und feste Ausgaben – mit zwei gleichberechtigten Karten und zwei Online-Zugängen. Achten Sie auf die Bedingungen: Beide Partner haben Vollzugriff, die Kündigung erfordert in der Regel die Zustimmung beider Inhaber. Hier finden Sie weitere Infos zum Thema Gemeinschaftskonto
Girokonto eröffnen: Schritt für Schritt
Die meisten Direktbanken haben den Prozess auf 10 bis 15 Minuten reduziert. Sie brauchen: einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, ein Smartphone mit Kamera und eine Meldeadresse in Deutschland.
Online-Kontoeröffnung: PostIdent, VideoIdent und eID
- Konto auswählen – Nutzen Sie den Vergleich oben, um das passende Angebot zu finden. Entscheiden Sie sich dann direkt auf der Anbieterseite.
- Online-Antrag ausfüllen – Name, Adresse, Steuer-ID, ggf. Angaben zur Staatsangehörigkeit. Dauert ca. 5 Minuten.
- Identität verifizieren – drei Wege stehen zur Wahl:
- VideoIdent: Videochat mit einem Bankmitarbeiter über Ihr Smartphone – meist rund um die Uhr verfügbar, dauert ca. 5 Minuten.
- eID: Identifikation per Online-Ausweis-App, wenn Ihr Personalausweis die eID-Funktion unterstützt – die schnellste Methode.
- PostIdent: Legitimation an einer Postfiliale mit einem zugesandten Coupon – länger, aber zuverlässig.
- IBAN erhalten und Konto aktivieren – Bei den meisten Direktbanken erhalten Sie die IBAN noch am selben Tag.
Kontoeröffnung in der Filiale
Bei Filialbanken ist oft ein persönlicher Termin oder das Einsenden von Unterlagen erforderlich. Der Prozess dauert typischerweise mehrere Tage bis Wochen – und ist der einzige Bereich, in dem Filialbanken langsamer sind als ihr Ruf.
Voraussetzungen für die Kontoeröffnung: Volljährigkeit (18 Jahre), Wohnsitz in Deutschland, Ausweisdokument. Manche Banken führen eine Schufa-Abfrage durch – Direktbanken tun das in der Regel, Neobanken verzichten häufiger darauf.
Girokonto wechseln: in 10 Minuten umziehen
Der häufigste Grund, warum Menschen bei einer "schlechten" Bank bleiben: der gefühlte Aufwand beim Wechsel. Dieser Aufwand ist deutlich geringer als angenommen – seit 2016 regelt ein Bundesgesetz, dass Ihnen die neue Bank die meiste Arbeit abnimmt.
Das Zahlungskontengesetz: Was Ihre neue Bank für Sie tun muss
Seit dem 18. September 2016 sind alle deutschen Banken verpflichtet, auf Anfrage einen kostenlosen Kontowechselservice anzubieten. Das bedeutet konkret:
- Daueraufträge und Lastschriftmandate werden von der neuen Bank beim alten Institut abgefragt und vollständig übernommen.
- Ihre Zahlungspartner – Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen, Abonnements – werden automatisch über Ihre neue Kontonummer informiert.
- Der gesamte Prozess dauert gesetzlich maximal 12 Arbeitstage.
- Kosten: keine.
In 5 Schritten zum neuen Konto
- Neues Konto online eröffnen – dauert 10 bis 15 Minuten, Identifikation per VideoIdent, eID oder PostIdent.
- Wechselservice beauftragen – direkt in der App oder im Online-Banking Ihrer neuen Bank. Das Formular dauert wenige Minuten.
- Vollmacht erteilen – damit die neue Bank in Ihrem Namen beim alten Institut anfragen darf.
- Altes Konto parallel laufen lassen – mindestens 3 Monate, damit keine eingehende Zahlung verloren geht.
- Altes Konto schriftlich kündigen – fristlos oder zum nächsten Monatsende, je nach Vertragsbedingungen.
Wichtiger Hinweis: Ihren Arbeitgeber informieren Sie am besten persönlich oder per E-Mail direkt über die neue IBAN. Das geht schneller und zuverlässiger als der automatische Service – und stellt sicher, dass Ihr Gehalt pünktlich auf dem neuen Konto eingeht.
Wichtig: Das Sondervermögen-Prinzip schützt vor Broker-Insolvenz, nicht vor Kursverlusten. Investieren Sie nur Geld, auf das Sie mittelfristig verzichten können, und sorgen Sie für ausreichende Diversifikation.
Lohnt sich der Wechsel?
Wenn Sie für Ihr aktuelles Konto mehr als 0 € im Jahr zahlen, lautet die Antwort in den meisten Fällen: Ja. Eine einfache Rechnung hilft:
| Aktuelles Konto | Bestes Alternativkonto | Mögliche Ersparnis | |
|---|---|---|---|
| Kontoführung p.a. |
___ € |
___ € |
___ € |
| Girocard-Gebühr p.a. |
___ € |
___ € |
___ € |
| Kreditkarte p.a. |
___ € |
___ € |
___ € |
| Gesamtkosten p.a. |
___ € |
___ € |
___ € |
Auch hier: Die Werte für ein passendes Alternativkonto liefert Ihnen unser Vergleich.
Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay und Wero
Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch ist längst Alltag. Drei Systeme sind dabei relevant – und nicht jedes Girokonto unterstützt jedes davon.
- Apple Pay funktioniert auf iPhone und Apple Watch. Sie hinterlegen dafür Ihre Girocard, Debit- oder Kreditkarte in der Wallet-App. Ob das Konto Apple Pay unterstützt, hängt von der jeweiligen Bank ab.
- Google Pay ist das Pendant für Android-Geräte und funktioniert nach demselben Prinzip über die hinterlegte Karte.
- Wero ist das neue europäische Bezahlsystem, das schrittweise eingeführt wird. Es ermöglicht Echtzeit-Überweisungen direkt von Konto zu Konto – ohne Kartennetz – und soll mittelfristig auch das Bezahlen im Handel und online abdecken.
Worauf Sie achten sollten: Entscheidend ist, welche Karte sich überhaupt für mobiles Bezahlen hinterlegen lässt. Bei manchen Konten funktioniert das nur mit der Debit- oder Kreditkarte, nicht mit der klassischen Girocard. Auch diese Informationen listet Ihnen unser Vergleich oben übersichtlich.
FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Depot
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Wie finde ich das beste Girokonto für mich?
Orientieren Sie sich an fünf Kriterien: Kontoführungsgebühr, Mindestgeldeingang, Dispozins, Kartenangebot und App-Qualität. Wenn Sie kein Filialnetz benötigen, ist eine Direktbank fast immer die günstigere Wahl. Im Vergleich oben sind die Konten nach der Kontoführungsgebühr sortiert; Dispozins, verfügbare Karten und die Bedingungen für ein kostenloses Konto sehen Sie je Konto in den Detailangaben.
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Was ist ein kostenloses Girokonto – und was muss ich beachten?
Ein Girokonto ist dann wirklich kostenlos, wenn es keine Kontoführungsgebühr erhebt, keinen Mindestgeldeingang verlangt, eine Girocard kostenlos ausgibt und keine Gebühren für Online-Überweisungen berechnet. Viele Konten erfüllen nur einen oder zwei dieser vier Punkte. Lesen Sie immer das vollständige Preisverzeichnis – nicht nur die Schlagzeile auf dem Werbebanner.
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Wie hoch sind die Dispozinsen durchschnittlich in Deutschland?
Der Durchschnitt liegt bei rund 11,3 % p.a. (Stand 2026, Quelle: Verivox). Direktbanken liegen oft zwischen 6 und 9 %, einige Neobanken bieten gar keinen Dispo an. Filialbanken überschreiten regelmäßig die 11-Prozent-Marke. Wer den Dispo regelmäßig nutzt, sollte diesen Zinssatz besonders stark gewichten – er entscheidet über echte Mehrkosten von mehreren Hundert Euro pro Jahr.
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Wie eröffne ich ein Girokonto online?
In vier Schritten: (1) Konto auswählen und direkt beim Anbieter beantragen. (2) Online-Antrag ausfüllen – Name, Adresse, Steuer-ID. (3) Identität verifizieren – per VideoIdent (Videochat, meist rund um die Uhr), eID-App (Online-Ausweis) oder PostIdent (Postfiliale). (4) IBAN empfangen und Konto aktivieren. Bei den meisten Direktbanken dauert der gesamte Prozess unter 15 Minuten.
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Was ist der Unterschied zwischen Girocard, Debitkarte und Kreditkarte?
Die Girocard (früher EC-Karte) ist das klassische deutsche Kartensystem – funktioniert gut im Inland, hat aber Einschränkungen im Ausland und bei bestimmten Online-Zahlungen. Die Debitkarte (Visa Debit / Mastercard Debit) läuft über internationale Netze, wird weltweit akzeptiert und bucht Beträge direkt vom Girokonto ab. Die Kreditkarte (Visa Credit / Mastercard Credit) räumt Ihnen einen Kreditrahmen ein – der Betrag wird am Monatsende oder in Raten fällig. Für Mietwagen, Hotelbuchungen und viele Online-Shops ist eine echte Kreditkarte oft Pflicht.
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Wie funktioniert der gesetzliche Kontowechselservice?
Seit 2016 ist jede deutsche Bank verpflichtet, den Kontowechsel kostenfrei zu unterstützen. Die neue Bank übernimmt auf Ihre Anfrage alle Daueraufträge und Lastschriftmandate vom alten Institut und informiert Ihre Zahlungspartner über die neue IBAN. Der gesamte Prozess dauert gesetzlich maximal 12 Arbeitstage und kostet nichts. Empfehlung: Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber die neue Kontonummer trotzdem persönlich mit – das ist schneller und sicherer als der automatische Service.
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Kann ich trotz negativer Schufa ein Girokonto eröffnen?
Ja. Jede Bank in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, auf Antrag ein Basiskonto anzubieten – unabhängig von Schufa-Einträgen oder laufenden Insolvenzverfahren. Das Basiskonto erlaubt Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen, bietet aber keinen Dispokredit. Alternativ bieten spezialisierte Anbieter Konten ohne Schufa-Prüfung an – diese sind jedoch häufig mit Einschränkungen oder monatlichen Gebühren verbunden.
Transparenz, Redaktion & Rechtliches
Unsere Redaktion analysiert regelmäßig die Konditionen von Online-Brokern und Direktbanken. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Anbieter-Informationen und werden regelmäßig aktualisiert.
Methodik: Der Vergleich auf dieser Seite wird in Kooperation mit FinanceQuality bereitgestellt. Die gelisteten Girokonten werden nach der niedrigsten monatlichen Kontoführung bei einem monatlichen Geldeingang von 700 € sortiert. Für jedes Konto sind die wesentlichen Eckdaten – Kontoführung, Dispozins, Karten und Vorteile – sowie unter „Details" die Produktdetails und das jeweilige Neukundenangebot einsehbar.
Disclaimer
Hinweis: Dieser Vergleich bietet keine vollständige Marktübersicht aller verfügbaren Girokonten – maßgeblich für einen Vertragsabschluss sind stets die aktuellen Konditionen des jeweiligen Anbieters.. Die Darstellung beschränkt sich auf ausgewählte Anbieter. girokonten.de erhält bei Vertragsabschluss über diesen Vergleich eine Provision. Für Sie enstehen dabei keine Mehrkosten und dies hat auch keinen Einfluss auf unsere redaktionellen Inhalte.
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