Klassische Vermögensverwaltung hat ein strukturelles Problem: Der Bankberater verdient dann, wenn er Produkte verkauft – nicht notwendigerweise wenn Ihr Portfolio wächst. Provisionsbasierter Vertrieb und Ihre Rendite stehen nicht selten im Widerspruch. Ein Robo-Advisor funktioniert anders: Er investiert Ihr Geld vollautomatisch in breit gestreute ETFs, nach klaren Regeln, ohne Interessenkonflikt – und meist zu einem Bruchteil der Kosten einer klassischen Vermögensverwaltung.
In unserem Vergleich sehen Sie auf einen Blick, welcher digitale Vermögensverwalter zu Ihrer Anlagesumme, Sparrate und Risikobereitschaft passt – und was er Sie wirklich kostet. Welcher Anbieter konkret zu Ihnen passt, finden Sie direkt im Vergleich.
Das Wichtigste vorab:
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- Der deutsche Robo-Advisor-Markt verwaltet aktuell über 128 Mrd. € – 21 BaFin-regulierte Anbieter stehen zur Wahl (Stand: April 2026)
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- Typische Gesamtkosten: 0,35 % – 1,00 % p.a. (Servicegebühr + ETF-Kosten) – deutlich günstiger als klassische Vermögensverwaltung
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- Mindestanlage: je nach Anbieter ab 0 € bis 10.000 €
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- Alle gelisteten Anbieter sind BaFin-reguliert, Ihr Kapital ist Sondervermögen
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- Depot eröffnen dauert im Schnitt 15–20 Minuten – vollständig digital per VideoIdent
Inhaltsverzeichnis
- Direkt zum Robo-Advisor-Vergleich
- Unsere Testmethodik
- Was ist ein Robo-Advisor?
- Der Kosten-Check: Schluss mit versteckten Gebühren
- Strategie-Check: Aktiv vs. passiv & Rebalancing
- Rendite & Performance im Vergleich
- Für wen ist ein Robo-Advisor geeignet?
- Robo-Advisor vs. Alternativen
- Risiko-Realität: Was passiert beim Crash?
- Sicherheit & BaFin-Regulierung
- Nachhaltig investieren: ESG & SRI 12
- Depot eröffnen in 4 Schritten
- FAQ – Häufige Fragen zum Robo-Advisor Vergleich
- Transparenz, Redaktion & Rechtliches
Robo-Advisor Vergleich 2026: Jetzt passenden Anbieter finden
Transparenz-Hinweis: Dieser Robo-Advisor-Vergleich wird in Kooperation mit FinanceQuality bereitgestellt und finanziert sich über Provisionen, die bei einer Depoteröffnung anfallen. Er bietet keine vollständige Marktübersicht. Angezeigte Anbieter haben mit girokonten.de eine Kooperationsvereinbarung. Unsere redaktionellen Inhalte sind davon unabhängig. Mehr dazu unter Transparenz, Redaktion & Rechtliches
So nutzen Sie den Vergleich
Der Vergleich stellt die gelisteten Robo-Advisor nebeneinander und lässt sich an Ihr Anlageprofil anpassen. Über die Filter passen Sie die Auswahl an:
- Anlagestrategie – defensiv, ausgewogen oder offensiv
- Einmalanlage – Ihr geplanter Startbetrag in Euro
- Monatlicher Sparplan – Ihre geplante Sparrate in Euro
- Nachhaltigkeit – alle Strategien, nur nachhaltige oder nur klassische Portfolios
Die Ergebnisliste sortieren Sie wahlweise nach der Performance über 12, 24 oder 36 Monate oder nach den Gebühren. So sehen Sie auf einen Blick, welche Anbieter zu Ihren Vorgaben passen.
So lesen Sie die Ergebnisse
Jede Zeile zeigt die wichtigsten Eckdaten eines Anbieters:
- Anbieter – Name und Logo des Robo-Advisors
- Mindestanlage – erforderliche Einmalanlage und Mindest-Sparrate
- Servicegebühr p.a. und Fondskosten (TER)
- Performance über 12, 24 und 36 Monate
- Strategien – Anzahl der wählbaren Anlagestrategien
- Partnerbank – die depotführende Bank
- Sicherheit und Services – etwa App-Verfügbarkeit und Rebalancing
Über „Details" öffnen sich weitere Reiter mit Produktdetails, Vorteilen, einer Gebührenaufstellung, Angaben zur Sicherheit sowie historischen Performance-Charts inklusive Risikohinweis. Über den Link zum Anbieter gelangen Sie direkt zur Depoteröffnung bei der jeweiligen Gesellschaft.
Passen Sie die Filter an Ihr Anlageprofil an – die Liste aktualisiert sich automatisch.
Unsere Testmethodik – So haben wir verglichen
Wir haben 21 BaFin-regulierte Robo-Advisor-Anbieter anhand von drei gleichgewichteten Kriterien bewertet:
| Kriterium | Gewichtung | Was wir geprüft haben |
|---|---|---|
| Angebot |
33,3 % |
Strategienvielfalt, Sparplan-Optionen, App-Qualität, ESG-Optionen, Onboarding |
| Kosten |
33,3 % |
Servicegebühr, ETF-TER, Mindestanlage, versteckte Kosten |
| Performance |
33,3 % |
Historische Renditen über 12, 24 und 36 Monate je Risikoklasse, Benchmark-Vergleich |
Datenquellen: Offizielle Anbieter-Webseiten, BaFin-Produktdatenbank, extraETF-Marktdaten, öffentliche Geschäftsberichte.
Alle gelisteten Anbieter sind BaFin-reguliert. Anbieter ohne vollständige Kostentransparenz wurden in unserer Bewertung abgewertet.
Was ist ein Robo-Advisor?
Kurze Antwort: Ein Robo-Advisor ist ein digitaler Vermögensverwalter, der Anlageentscheidungen vollautomatisch auf Basis von Algorithmen trifft und Ihr Kapital in ETF-Portfolios investiert – ohne aktives Eingreifen Ihrerseits.
Sie geben einmal an, wie viel Sie anlegen möchten und wie viel Risiko Sie tragen können. Danach läuft alles automatisch: Das System wählt passende ETFs aus, diversifiziert über Assetklassen und Regionen und bringt Ihr Portfolio regelmäßig wieder in die Ziel-Gewichtung – das sogenannte Rebalancing.
Wie funktioniert ein Robo-Advisor?
- Risikoprofil-Erstellung: Sie beantworten Fragen zu Ihren Anlagezielen, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft. Daraus entsteht Ihr persönliches Risikoprofil – meist auf einer Skala von 1–10 oder „defensiv" bis „offensiv".
- Portfolio-Zuweisung: Der Algorithmus wählt auf Basis Ihres Profils ein vordefiniertes ETF-Portfolio aus – z.B. 30 % Anleihen / 70 % Aktien für ausgewogene Anleger.
- Automatische Investition: Ihre Einzahlungen werden sofort entsprechend der Strategie investiert. Sparplan-Beträge fließen monatlich automatisch.
- Rebalancing: Wenn Marktbewegungen die Gewichtung Ihres Portfolios verschieben, kauft der Robo automatisch nach oder verkauft leicht übergewichtete Positionen – ohne dass Sie etwas tun müssen.
Robo-Advisor vs. klassische Vermögensverwaltung
| Kriterium | Robo-Advisor | Klassischer Bankberater | |
|---|---|---|---|
| Kosten p.a. (typisch) |
0,35 % – 1,00 % |
1,50 % – 2,50 % |
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| Mindestanlage |
0 € – 10.000 € |
oft 50.000 € – 250.000 € |
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| Interessenkonflikt |
|
Ja (Provisionsvertrieb möglich) |
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| Reaktionszeit |
|
Terminabhängig |
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| Individualisierung |
Standardprofile (5–20 Strategien) |
Individuell (bei hohem Kapital) |
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| Verfügbarkeit |
24/7 per App |
Geschäftszeiten |
Der Kosten-Check – Schluss mit versteckten Gebühren
Was viele Anleger unterschätzen: 0,5 % Gebührenunterschied klingt nach wenig – auf 20 Jahre gerechnet ist das oft ein fünfstelliger Betrag. Das liegt am Zinseszinseffekt: Jeder Euro, der als Gebühr abgeht, fehlt als Basis für künftiges Wachstum.
Servicegebühr vs. ETF-Kosten (TER): Was Sie wirklich zahlen
Beim Robo-Advisor fallen zwei Kostenebenen an, die Sie immer zusammen betrachten müssen:
1. Servicegebühr (auch: All-in-Fee oder Verwaltungsgebühr) Das ist die Gebühr des Robo-Advisors selbst – für Plattform, Algorithmus, Rebalancing und Support. Sie liegt typischerweise zwischen 0,25 % und 0,75 % p.a. auf Ihr verwaltetes Kapital.
2. ETF-Kosten (TER – Total Expense Ratio) Zusätzlich zur Servicegebühr zahlen Sie die internen Kosten der ETFs, die der Robo in Ihr Portfolio kauft. Diese liegen typischerweise bei 0,10 % bis 0,25 % p.a. und werden direkt aus dem ETF-Fondsvermögen entnommen – sie erscheinen nicht als separate Buchung, mindern aber Ihre Rendite.
Gesamtkosten = Servicegebühr + ETF-TER → typisch: 0,35 % – 1,00 % p.a.
Was 0,5 % Unterschied auf 20 Jahre bedeutet
Ausgangslage: 20.000 € Einmalanlage + 200 € monatliche Sparrate, 6 % Marktrendite p.a., Anlagedauer 20 Jahre.
| Gesamtkosten p.a. | Endkapital nach 20 Jahren | Kostendifferenz |
|---|---|---|
| 0,35 % (günstiger Robo) |
~151.000 € |
– |
| 0,85 % (mittlerer Robo) |
~143.000 € |
~8.000 € |
| 1,50 % (klassische Bank) |
~132.000 € |
~19.000 € |
| 2,50 % (teurer aktiver Fonds) |
~118.000 € |
~33.000 € |
Näherungsrechnung ohne Steuern, zur Veranschaulichung des Zinseszinseffekts auf Kosten. Die Werte stehen für Kostenklassen, nicht für einzelne Anbieter.
Typische Konditionen am Markt
Die konkreten Konditionen der einzelnen Anbieter finden Sie tagesaktuell im Vergleich oben. Zur Orientierung die typischen Spannen am deutschen Markt:
| Konditionsmerkmal | Typische Spanne |
|---|---|
| Mindestanlage (Einmalanlage) |
0 € – 10.000 € |
| Sparrate ab |
20 € – 50 € / Monat |
| Servicegebühr p.a. |
0,25 % – 0,75 % |
| ETF-TER (ca.) |
0,10 % – 0,30 % |
Typische Bandbreiten am Markt, keine Einzelangebote. Stand: Mai 2026. Die konkreten Werte je Anbieter sehen Sie im Vergleich.
Tipp: Sortieren Sie den Vergleich oben nach Gebühren und achten Sie immer auf die Summe aus Servicegebühr und ETF-TER. Ein Anbieter mit etwas höherer Servicegebühr, aber niedrigerer TER kann unterm Strich günstiger sein.
Strategie-Check – Aktiv vs. passiv & die Logik des Rebalancings
Kurze Antwort: Fast alle deutschen Robo-Advisors setzen auf passive Anlagestrategien – sie kaufen ETFs, die einen Marktindex abbilden, statt teure Fondsmanager zu bezahlen. Das Rebalancing sorgt dafür, dass Ihr Risikoprofil dauerhaft erhalten bleibt
Warum passiv den meisten aktiven Fonds schlägt
Aktiv gemanagte Fonds müssen ihre Benchmark nicht nur schlagen – sie müssen sie um mehr schlagen, als sie an Kosten verursachen. Das gelingt langfristig nur einem kleinen Teil von ihnen: Über einen Zeitraum von 15 Jahren schafft es nach Kosten die Mehrheit der aktiv gemanagten Fonds nicht, ihren Vergleichsindex zu übertreffen (Quelle: S&P SPIVA-Studie).
Robo-Advisors kaufen deshalb ETFs – Fonds, die einen Index (z.B. MSCI World, globale Anleihen) einfach nachbilden. Günstig, breit diversifiziert, transparent.
Was beim Rebalancing passiert – und warum es wichtig ist
Stellen Sie sich vor, Sie starten mit einem Portfolio aus 70 % Aktien und 30 % Anleihen. Nach einem starken Börsenjahr sind Ihre Aktien auf 80 % angewachsen. Ihr Risiko ist damit unbemerkt gestiegen – Sie sind offensiver investiert, als Ihr Profil vorsieht.
Rebalancing korrigiert das automatisch: Der Robo verkauft einen Teil der Aktien-ETFs und kauft Anleihen-ETFs nach, bis die Zielgewichtung (70/30) wiederhergestellt ist.
Warum das entscheidend ist:
- Risikokontrolle: Sie bleiben dauerhaft in der Risikoklasse, die Sie beim Onboarding festgelegt haben.
- Antizyklisches Handeln: In fallenden Märkten kauft das Rebalancing automatisch nach – rational und diszipliniert.
- Schutz vor Emotionen: Wer sein Portfolio selbst verwaltet, neigt dazu, in Krisen zu verkaufen. Der Algorithmus tut das nicht.
Unterschiede beim Rebalancing – worauf Sie achten sollten:
- Kalenderbasiert: Rebalancing z.B. quartalsweise oder jährlich. Einfach, aber nicht immer optimal.
- Schwellenwertbasiert: Rebalancing, sobald eine Position mehr als X % von der Zielgewichtung abweicht. Präziser und oft kosteneffizienter.
- Cashflow-Rebalancing: Neue Einzahlungen fließen gezielt in untergewichtete Positionen. Minimiert Transaktionskosten und steuerliche Ereignisse.
Achten Sie beim Vergleich konkret darauf: Welche Rebalancing-Methode wird eingesetzt? Entstehen dabei Kosten?
Rendite & Performance im Vergleich
Direkte Antwort: Historische Renditen sind kein Versprechen – aber ein wichtiger Orientierungspunkt. Wer einen Robo-Advisor wählt, der systematisch hinter dem Markt zurückbleibt, zahlt doppelt: einmal die Gebühren, einmal die Underperformance.
Performance richtig vergleichen
Die Wertentwicklung eines Robo-Advisors hängt von der gewählten Risikoklasse, dem Anlagezeitraum und den Marktphasen ab – ein einzelnes starkes Börsenjahr ist nicht repräsentativ. Aussagekräftiger ist der Blick über mehrere Jahre, und zwar immer im Vergleich gleicher Risikoklassen.
Im Vergleich oben können Sie die gelisteten Anbieter nach ihrer Performance über 12, 24 und 36 Monate sortieren und so innerhalb derselben Strategie (z. B. „ausgewogen") direkt gegenüberstellen. Achten Sie darauf, nur Portfolios mit vergleichbarer Aktienquote zu vergleichen: Eine offensivere Strategie erzielt in steigenden Märkten naturgemäß höhere Renditen, fällt im Abschwung aber auch stärker.
Wichtiger Hinweis: Historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.
Realistische Renditeerwartungen
Langfristig haben breit diversifizierte Aktienportfolios historisch Renditen von 5 % bis 8 % p.a. (nominal, vor Kosten) geliefert. Nach Robo-Gebühren und Inflation sind realistisch:
- Offensives Portfolio (70–100 % Aktien): ca. 4 % – 6 % p.a. real (langfristig, nach Kosten)
- Ausgewogenes Portfolio (50/50): ca. 2,5 % – 4,5 % p.a. real
- Defensives Portfolio (70 % Anleihen): ca. 0,5 % – 2 % p.a. real
Diese Spanne hängt stark davon ab, wann Sie investieren, wann Sie verkaufen – und ob Sie in Krisen durchhalten.
Für wen ist ein Robo-Advisor geeignet?
Kurze Antwort: Für jeden, der langfristig Vermögen aufbauen möchte, aber keine Zeit oder Lust auf eigenständiges Portfolio-Management hat – und dabei nicht mehr zahlen will, als nötig ist.
Wer von einem Robo-Advisor profitiert
- Einsteiger ohne Börsenerfahrung: Sie müssen keine ETFs kennen, keine Depot-Struktur aufbauen, keine Rebalancing-Logik verstehen. Sie beantworten ein paar Fragen und das System übernimmt den Rest.
- Berufstätige mit wenig Zeit: Kein Markt-Monitoring, keine Ordererteilung, keine Depot-Pflege. Sparplan einrichten und laufen lassen.
- Langfrist-Anleger (10+ Jahre): Je länger der Anlagehorizont, desto mehr zahlt sich kostengünstiges, automatisches Investieren aus.
- Anleger, die emotionale Fehlentscheidungen vermeiden wollen:Panikverkäufe bei Kurseinbrüchen sind einer der häufigsten Renditekiller. Ein Robo-Advisor eliminiert diesen Faktor.
Wann ein Robo-Advisor nicht die beste Wahl ist
- Bei sehr hohem Kapital (200.000 €+) mit individuellen Anforderungen: Ab einer gewissen Größenordnung lohnt sich eine individuelle Vermögensverwaltung mit mehr Gestaltungsspielraum.
- Wenn Sie gezielt in Einzelaktien oder spezifische Branchen investieren möchten: Robos bieten vordefinierte Portfolios, keine freie Aktienauswahl.
- Bei kurzfristigem Anlagehorizont (unter 3 Jahren): Kurzfristige Marktschwankungen können in einem engen Zeitfenster die Rendite auffressen.
Robo-Advisor vs. Alternativen – Ein ehrlicher Vergleich
| Kriterium | Robo-Advisor | DIY ETF-Sparplan |
|---|---|---|
| Gesamtkosten p.a. |
0,35 % – 1,00 % |
~0,15 % – 0,25 % (nur TER) |
| Zeitaufwand |
Minimal (einmalig einrichten) |
Moderat (Depot-Pflege, Rebalancing selbst) |
| Diversifikation |
Automatisch, global |
Selbst verantwortlich |
| Rebalancing |
Automatisch |
Manuell |
| Emotionale Disziplin |
Algorithmus entscheidet |
Eigenverantwortung |
| Geeignet für |
Einsteiger, Berufstätige |
Erfahrene Anleger, Kostenbewusste |
Wer bereit ist, sich regelmäßig mit seinem Depot zu beschäftigen und die Disziplin mitbringt, auch in Abschwungphasen nicht zu verkaufen, fährt mit einem günstigen ETF-Sparplan langfristig günstiger. Wer das nicht will oder kann, zahlt dem Robo die Differenz gerne für Automatisierung und mentalen Frieden
Robo-Advisor vs. klassische Fondsberatung
Klassisch aktiv gemanagte Fonds, die über Bankberater vertrieben werden, kosten typischerweise 1,5 % – 2,5 % p.a. – zuzüglich möglicher Ausgabeaufschläge von bis zu 5 % beim Kauf. Ein Robo-Advisor ist hier kostenmäßig klar im Vorteil, solange die Performance nicht dauerhaft hinter aktiven Fonds zurückbleibt – was historisch selten der Fall ist.
Robo-Advisor vs. Tagesgeld/Festgeld
Tagesgeld ist kein Investment – es ist ein Liquiditätspuffer. Bei Inflationsraten um 2–3 % und Zinsen in ähnlicher Höhe verdienen Sie real kaum etwas. Für Geld, das Sie 10+ Jahre nicht brauchen, ist ein Robo-Advisor langfristig die deutlich renditestärkere Option. Für Notfallreserven oder kurzfristige Sparziele bleibt Tagesgeld die richtige Wahl.
Risiko-Realität – Was passiert beim Crash?
Direkte Antwort: Ein Robo-Advisor schützt Sie nicht vor Kursverlusten. Wenn die Börse fällt, fällt auch Ihr Portfolio. Was ein Robo-Advisor kann: systematisch und emotionslos auf Marktereignisse reagieren – und damit verhindern, dass Sie zum ungünstigen Zeitpunkt verkaufen.
Die Risikoklassen verstehen
| Risikoklasse | Typische Aktienquote | Maximaler historischer Drawdown (ca.) |
|---|---|---|
| Defensiv (1–3) |
10 % – 30 % |
–5 % bis –15 % |
| Ausgewogen (4–6) |
40 % – 60 % |
–15 % bis –30 % |
| Offensiv (7–9) |
70 % – 90 % |
–30 % bis –45 % |
| Aggressiv (10) |
100 % Aktien |
–40 % bis –55 % |
Was „maximaler Drawdown" bedeutet: Der größte Wertverlust vom Hoch bis zum Tiefpunkt in einem Markteinbruch. Im Corona-Crash 2020 verloren offensiv ausgerichtete Portfolios innerhalb weniger Wochen bis zu 35 % – bevor sie sich in den Monaten darauf erholten.
Wie ein Robo-Advisor in der Krise reagiert
- Automatisches Nachkaufen: Läuft Ihr Sparplan weiter, kaufen Sie in fallenden Märkten günstigere Anteile nach – der Cost-Averaging-Effekt wirkt zu Ihren Gunsten.
- Kein Panikverkauf: Der Algorithmus verkauft nicht aus Angst.
- Rebalancing kauft antizyklisch: Wenn Aktien fallen, kauft das Rebalancing automatisch nach – rational, nicht emotional.
Achtung beim Onboarding: Viele Anleger wählen beim Start eine zu hohe Risikoklasse, weil die Renditeprognose verlockend klingt – und stellen beim ersten echten Kurseinbruch fest, dass sie die Schwankungen nicht aushalten. Wählen Sie Ihre Risikoklasse nach der Frage: Wie viel Verlust kann ich kurzfristig aushalten, ohne das Depot aufzulösen?
Sicherheit & BaFin-Regulierung – Wie sicher ist Ihr Geld?
Kurze Antwort: Ihr Geld bei einem deutschen Robo-Advisor ist gut geschützt – nicht durch eine Einlagengarantie, sondern durch den Sondervermögen-Status Ihrer ETFs. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
Was BaFin-Regulierung bedeutet
Alle in Deutschland aktiven Robo-Advisor müssen entweder eine BaFin-Lizenz als Finanzportfolioverwalter besitzen (§ 1 KWG) oder mit einem lizenzierten Partner zusammenarbeiten. Das bedeutet:
- Pflicht zur Einhaltung von MiFID-II-Standards (Geeignetheitsprüfung, Kostentransparenz)
- Regelmäßige Prüfungen durch die BaFin
- Pflicht zur Trennung von Kundengeldern und Eigenkapital des Unternehmens
Sondervermögen: Ihre ETFs gehören Ihnen
Die ETFs in Ihrem Depot sind Sondervermögen. Das bedeutet: Geht der Robo-Advisor insolvent, gehören Ihre ETFs weiterhin Ihnen – sie fallen nicht in die Insolvenzmasse. Ihr Portfolio wird zurückübertragen oder zu einem anderen Anbieter umgezogen.
Das ist der grundlegende Unterschied zu einem Bankkonto: Kontoeinlagen sind Forderungen gegen die Bank (abgesichert bis 100.000 € durch die gesetzliche Einlagensicherung). ETF-Anteile sind Eigentum.
Was nicht geschützt ist: Gegen Wertverluste durch Marktbewegungen schützt weder eine Regulierung noch der Sondervermögen-Status. Das ist das Investitionsrisiko, das Sie bewusst eingehen.
Nachhaltig investieren: ESG & SRI bei Robo-Advisors
Direkte Antwort: Nicht jeder Anbieter, der „ESG" bewirbt, setzt das gleich konsequent um. Zwischen einem Portfolio, das Tabak-Aktien ausschließt, und einem, das ausschließlich in erneuerbare Energien investiert, liegen Welten. „Nachhaltig" ist kein geschützter Begriff – das sollten Sie beim Vergleich wissen.
ESG vs. SRI – der Unterschied
- ESG (Environmental, Social, Governance): Schließt bestimmte Branchen oder Unternehmen aus oder bewertet sie nach Nachhaltigkeitskriterien. Die Bandbreite reicht vom Light-ESG-Filter bis zum strikten Ausschlussverfahren.
- SRI (Socially Responsible Investing): Strikterer Ansatz. Aktives Einbeziehen nur von Unternehmen mit positiven sozialen und ökologischen Beiträgen – plus harte Ausschlüsse für Waffen, Kohle, Tabak, Glücksspiel und Kinderarbeit.
Woran Sie ein wirklich nachhaltiges Portfolio erkennen
Worauf Sie beim Vergleich nachhaltiger Strategien achten sollten:
- Ausschlusskriterien: Werden kontroverse Branchen wie Waffen, fossile Energien, Tabak oder Glücksspiel tatsächlich ausgeschlossen – und wie konsequent?
- Methodik: Folgt das Portfolio einem anerkannten Standard (z. B. ESG-Screening nach Index-Methodik oder Ausschlüssen nach EU-Taxonomie)?
- Transparenz: Sind die tatsächlichen Fondspositionen einsehbar? Viele ESG-ETFs halten weiterhin Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie – nur in geringerem Anteil.
Im Vergleich oben können Sie über den Filter „Nachhaltigkeit" gezielt nur nachhaltige Strategien anzeigen lassen und deren Konditionen direkt gegenüberstellen.
Tipp: Prüfen Sie für die Details die Basisinformationsblätter (BIBs) des jeweiligen Anbieters – dort sind Anlageziele und Ausschlüsse verbindlich dokumentiert. Wer fossile Energien vollständig ausschließen möchte, sollte vor dem Abschluss einen Blick in die tatsächlichen Fondspositionen werfen.
Depot eröffnen in 4 Schritten
Was viele nicht wissen: Ein Robo-Advisor-Konto ist in 15–30 Minuten eröffnet. Kein Papierkram, kein Filialtermin. So geht's:
Was Sie bereithalten müssen
- Personalausweis oder Reisepass (gültig)
- Steueridentifikationsnummer – 11-stellige Nummer auf Ihrem Einkommensteuerbescheid
- IBAN Ihres Referenzkontos – das Girokonto, von dem Sie Geld überweisen
- Smartphone mit Kamera (für VideoIdent)
In 5 Schritten zum neuen Konto
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Schritt: Anbieter auswählen
Nutzen Sie den Vergleich oben. Achten Sie auf die Gesamtkosten (Servicegebühr + TER), die Mindestanlage und darauf, ob der Anbieter Ihre bevorzugte Strategie sowie – falls gewünscht – nachhaltige Portfolios anbietet. -
Schritt: Risikoprofil erstellen
Der Anbieter stellt Ihnen 5–10 Fragen zu Ihren Anlagezielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft. Am Ende wird Ihnen eine Anlagestrategie vorgeschlagen – die Sie in der Regel anpassen können. -
Schritt: Identität verifizieren (VideoIdent)
VideoIdent (empfohlen): - Kein Termin, kein Weg, kein Warten - Sie verbinden sich per App oder Browser-Link mit einem Agenten (z.B. IDnow oder WebID) - Der Agent prüft Ihren Ausweis per Videokamera – dauert ca. 5 Minuten - Funktioniert rund um die Uhr mit stabilem WLAN und ausreichend Licht
PostIdent (Alternative): - Gehen Sie in eine Deutsche-Post-Filiale mit Ausweis und dem PostIdent-Coupon (per E-Mail zugeschickt) - Dauert je nach Wartezeit 10–30 Minuten vor Ort
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Schritt: Ersten Sparplan einrichten
Nach Freischaltung Ihres Kontos können Sie sofort: - Eine Einmalanlage per Überweisung oder SEPA-Lastschrift tätigen - Einen monatlichen Sparplan einrichten (Betrag + Buchungsdatum) - Ihr Portfolio in der App verfolgen.
Tipp: Starten Sie mit einem kleineren Betrag, um die App und das Dashboard kennenzulernen – bevor Sie einen hohen Sparplan aktivieren. Betrag und Strategie lassen sich jederzeit anpassen.
FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Robo-Advisor
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Was ist ein Robo-Advisor?
Ein Robo-Advisor ist ein digitaler Vermögensverwalter, der Anlageentscheidungen vollautomatisch auf Basis von Algorithmen trifft und Ihr Kapital in ETF-Portfolios investiert. Sie geben einmal Ihr Risikoprofil und Ihre Anlagesumme an – den Rest erledigt der Algorithmus, inklusive automatischem Rebalancing.
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Welcher Robo-Advisor ist der beste 2026?
Den „besten" Robo-Advisor gibt es nicht pauschal – es kommt auf Ihr Anlageprofil an: Anlagesumme, Sparrate, Risikobereitschaft, Kostenpräferenz und der Wunsch nach einer nachhaltigen Anlage. Statt einer pauschalen Empfehlung filtern und sortieren Sie im Vergleich oben nach genau diesen Kriterien – etwa nach Gebühren oder nach Performance über 12, 24 oder 36 Monate – und finden so den Anbieter, der zu Ihrer Situation passt.
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Was kostet ein Robo-Advisor?
Es fallen zwei Kostenebenen an: Die Servicegebühr des Robo-Advisors (0,25 % – 0,75 % p.a.) plus die ETF-Kosten (TER: 0,10 % – 0,25 % p.a.). Die Gesamtkosten liegen damit meist zwischen 0,35 % und 1,00 % p.a. auf Ihr verwaltetes Kapital. Achten Sie darauf, immer beide Kostenebenen zu addieren – nicht nur die beworbene Servicegebühr.
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Wie sicher ist mein Geld beim Robo-Advisor?
Sehr sicher in Bezug auf eine Anbieter-Insolvenz: Ihre ETFs sind Sondervermögen und gehören rechtlich Ihnen – sie fallen nicht in die Insolvenzmasse des Robo-Advisors. Alle deutschen Anbieter sind BaFin-reguliert. Gegen Wertverluste durch Börsenschwankungen schützt das jedoch nicht – das ist das übliche Investitionsrisiko.
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Welche Rendite kann ich mit einem Robo-Advisor erwarten?
Langfristig liefern breit gestreute Aktienportfolios historisch 5 % – 8 % p.a. (nominal, vor Kosten). Nach Robo-Gebühren und Inflation sind bei ausgewogenen bis offensiven Strategien ca. 3 % – 5 % p.a. real realistisch. Kurzfristig sind starke Schwankungen nach oben wie nach unten möglich. Historische Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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Für wen ist ein Robo-Advisor geeignet?
Ideal für Einsteiger ohne Börsenerfahrung, Berufstätige ohne Zeit für eigenständiges Investing und Langfrist-Anleger, die Emotionen aus der Anlageentscheidung herausnehmen wollen. Weniger geeignet für erfahrene Anleger mit spezifischen Wünschen (Einzelaktien, Steueroptimierung), sehr hohes Kapital oder kurzfristige Anlagehorizonte unter 3 Jahren.
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Was ist der Unterschied zwischen einem Robo-Advisor und einem ETF-Sparplan?
Ein DIY ETF-Sparplan ist günstiger (nur die ETF-TER, ~0,15 % – 0,25 % p.a.), erfordert aber eigenständiges Rebalancing und die Disziplin, auch in Abschwüngen nicht zu verkaufen. Ein Robo-Advisor übernimmt das automatisch gegen eine zusätzliche Servicegebühr. Der Mehrwert liegt in Automatisierung und dem Schutz vor emotionalen Fehlentscheidungen.
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Wie eröffne ich ein Konto bei einem Robo-Advisor?
- Anbieter auswählen und auf der Website registrieren
- Risikoprofil-Fragebogen ausfüllen (ca. 5–10 Minuten)
- Identität via VideoIdent oder PostIdent verifizieren (ca. 5–15 Minuten)
- Erstes Guthaben überweisen oder Sparplan aktivieren
Der gesamte Prozess dauert typischerweise 15–30 Minuten. Das Depot ist nach Identitätsprüfung meist innerhalb weniger Stunden freigeschaltet.
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Welcher Robo-Advisor hat die niedrigsten Kosten?
Die günstigsten Anbieter starten bei einer Servicegebühr um 0,35 % p.a., hinzu kommt die ETF-TER von ca. 0,10 % – 0,20 % p.a. Welcher Anbieter aktuell am günstigsten ist, hängt zudem von der gewählten Strategie ab. Sortieren Sie den Vergleich oben nach Gebühren, um die aktuell kostengünstigsten Anbieter für Ihr Profil zu sehen.
Transparenz, Redaktion & Rechtliches
Wie wir vergleichen (Methodik)
Der Vergleich auf dieser Seite wird in Kooperation mit FinanceQuality bereitgestellt; die tagesaktuellen Daten im Widget liefert FinanceQuality. Wir können nicht alle Anbieter am Markt abbilden, sondern zeigen eine redaktionelle Auswahl an Partnern, mit denen eine Kooperation besteht. Für jeden Anbieter sind die wesentlichen Eckdaten – Mindestanlage, Servicegebühr, Fondskosten, Performance, Strategien, Partnerbank und Sicherheit – sowie unter „Details" weitere Produktangaben einsehbar. Einen noch umfassenderen Marktüberblick finden Sie bei gemeinnützigen oder verbrauchernahen Portalen wie der Stiftung Warentest oder Finanztip.
Wie wir uns finanzieren
girokonten.de finanziert sich über Provisionen, die wir erhalten, wenn Sie über einen unserer Links ein Depot eröffnen. Für Sie entstehen dadurch keine Mehrkosten. Das hat keinen Einfluss auf unsere redaktionellen Inhalte: Der Vergleich bietet keine vollständige Marktübersicht – maßgeblich für einen Vertragsabschluss sind stets die aktuellen Konditionen des jeweiligen Anbieters.
Rechtlicher Hinweis
Wir schreiben nach bestem Wissen und Gewissen, bitten aber um Verständnis, dass wir hier keine Anlageberatung abbilden können. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden – Ihr Kapital kann im Wert steigen oder fallen. Historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Da Anbieter ihre Konditionen jederzeit anpassen können, sind für den Abschluss ausschließlich die aktuellen Konditionen auf der Website des jeweiligen Anbieters maßgeblich.